.......WILDWUCHS statt UNIFORMIERUNG....VIELHEITEN statt EINHEIT....

muelltonnenblogdmitschrift1



Sonntag, 1. Juli 2007

engagement für afrika....

alle reden von afrika? nein, nicht alle, aber mit diesem beitrag hier, eine(r) mehr. afrika, ein kontinent, auf dem nach angaben der weltbank zwar 11,4% der weltbevölkerung lebt, wo aber nur 2,5% des weltweiten sozialprodukts erzeugt wird. der gesamte anteil afrikas am welthandel entspricht damit dem von belgien. mehr als 70% der afrikaner leben von einem dollar oder sogar weniger am tag.

eine tatsache, die experten zu unterschiedlichsten schlüssen kommen lässt. meinen die einen, dass es fatal wäre, dem kontinent NOCH MEHR entwicklungshilfe in form von finanzierungshilfen für unterschiedlichste projekte zukommen zu lassen, folgern die anderen, dass mit der finanziellen unterstützung bei weitem nicht das geleistet wurde, wozu sich die einzelnen geberländer verpflichtet hätten.


ZITAT RAINER ERKENS: "Ursprünglich sollte die Entwicklungshilfe den Ländern der Dritten Welt Investitionskapital zur Verfügung stellen, um im Sinne der viel beschworenen »Hilfe zur Selbsthilfe« einen sich selbst tragenden Aufschwung auszulösen. Doch nach wie vor werden aus der öffentlichen Entwicklungshilfe die laufenden Kosten afrikanischer Staatshaushalte bestritten. Nach wie vor finanziert Entwicklungshilfe Aufgaben, die eigentlich längst Afrikas Staaten übernehmen sollten. Die Entwicklungshilfe ist zur Dauersubvention verkommen. Sie wird konsumiert, nicht investiert."

ähnlich kritisch äussert sich JAMES SHIKWATI, der zu den wenigen marktliberalen afrikas gehört. seiner meinung nach geht der begriff 'ENTWICKLUNGSHILFE' am kern der sache vorbei.

"Wer einem anderen hilft, will die Lage des anderen verbessern. Diejenigen, die sogenannte Entwicklungshilfe leisten, verfolgen aber ihre eigenen Interessen. Es geht um Arbeitsplätze für Entwicklungshelfer, und es geht um politischen Einfluss und um Rohstoffe."

der westen müsse seine märkte endlich vollkommen für die afrikanischen produkte öffnen und ausserdem müssten die westlichen länder endlich die barrieren beseitigen, die sie gegen den aufbau von produktionsstätten in afrika errichtet haben (beispielsweise sind die zölle, die auf kaffeebohnen aus kenia erhoben werden, infolge der zolleskalation oft niedriger sind als die zölle auf gemahlenen kaffee).

"Die Botschaft an die Kenianer lautet: Produziert keine Endprodukte! Packt die Rohwaren in Säcke und liefert sie uns, und wir schicken euch gerne die Endprodukte. Diese Politik hemmt die wirtschaftliche Entwicklung, und sie behindert ausländische Investitionen hierzulande. Viele Afrikaner sehen es wie folgt: Wenn westliche Länder uns Hilfsgelder geben, verwenden sie den Profit, den sie zu Hause mit unseren Rohwaren erzielt haben."




quelle: WATARI MAATHAI - GREEN BELT MOVEMENT


ich bin keine expertin, aber ich kann weder den denkansatz von RAINER ERKENS, der mit seiner veröffentlichung unter dem dach der friedrich-naumann-stiftung und dem zitat des buches »Das Kapitalistische Manifest« " von Johan Norberg m.e. eindeutig darauf hinweist, welchem menschenbild er anhängt, noch den forderungen von JAMES SHIKWATI ganz anschliessen, auch wenn ich die von SHIKWATI genannten argumente eher nachvollziehen kann und er die abhängigkeitsstrukturen nicht nur auf unsere finanziellen unterstützungsleistungen bezieht.

wenn ich über die lebensumstände der menschen auf diesem kontinent höre, lese oder zu sehen bekomme - ich war noch nie selbst in afrika, kenne aber leute, die schon in diversen afrikanischen ländern waren - schwanke ich hin und her zwischen mitleid und wut und stelle immer wieder fest, dass ich keine ahnung habe, wie man diese missstände im grossen und ganzen abbauen könnte. für das grosse und ganze gelten m.e. aber auf jeden fall gedanken, die PETER NIGGLI im folgenden absatz äussert:

ZITAT PETER NIGGLI: "Nehmen wir nun an, die prinzipiellen Gegner der Hilfe könnten sich durchsetzen und Afrika erhielte künftig keinen Rappen Entwicklungshilfe mehr. Dann würden alle anderen Interventionen der Industrieländer weiterlaufen – die wirtschaftliche Bevormundung und Übervorteilung, die (auch pekuniäre) Pflege der Freundschaft mit den Machthabern, die Sicherung des Einflusses. Wachsen dürfte hingegen die „Sicherheitskooperation“ – um den afrikanischen Regierungen bei der Unterdrückung der Proteste der Bevölkerungen behilflich zu sein."

natürlich gibt es viele lösungsansätze, und wahrscheinlich ist, dass viele kleine tropfen, den grossen heissen stein zum abkühlen bringen. also kontrollierte finanzielle entwicklungshilfe als anschubfinanzierung zur selbsthilfe im sinn eines verselbständigten, unabhängigen afrikanischen kontinents; entwicklungshilfe, die allerdings nur mit einer eingehenden veränderung der weltweiten strukturen langfristig zu erfolgen führen kann. denn für eine ernsthafte armutsbekämpfung braucht es nicht nur finanzelle unterstützung sondern ökologisch-soziale reformen in der internationalen handels- und finanzpolitik sowie drastische reduktionen des ressourcenverbrauchs und der klimagasemissionen in den Industrieländern und den aufstrebenden entwicklungsökonomien. in diesem sinne sind wir alle entwicklungsbedürftig.

ZITAT WANGARI MAATHAI, friedensnobelpreisträgerin 2004 aus kenia: "Die Regierungen der Entwicklungsländer müssen ihrerseits Entwicklungsziele gegen Armut definieren, massiv die Korruption bekämpfen, funktionierende öffentliche Sektoren aufbauen, die Menschenrechte beachten und Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit verankern", sagte Maathai. Weltweite Armutsbekämpfung und globaler Umwelt- und Ressourcenschutz seien die effektivsten Strategien zur Vermeidung von Krisen und Konflikten."




quelle

Donnerstag, 21. Juni 2007

freiheit....



quelle: HERRESBACH'S POLITISCHE CARTOONS



"Kein Fragen, kein Rechnen befreit den Geist.
Das Feuer flammt: Tat ist Pflicht!
Wenn ihr eure Ketten nicht zerreißt,
von selber brechen sie nicht!"

ERICH MÜHSAM

Dienstag, 29. Mai 2007

weltweiter widerstand gegen G8 ....

heute mit der indischen physikerin VANDANA SHIVA

sie tue ihr bestes, um die schlimmsten kämpfe in kreativität zu verwandeln, hat sie sich in der 2006 von PEA HOLMQUIST und SUZANE Khardalian gedrehten dokumentation "BULLSHIT! - DIESE WELT IST NICHT ZU VERKAUFEN" geäussert, die ich mir gerade auf phoenix angeschaut habe.

der film wurde im lauf von zwei jahren gedreht und begleitet die von ihren gegnern 'grüne killerin' genannt werdende, äusserst streitbare aber mindestens ebenso humorvolle ökofeministin, die 1993 den alternativen nobelpreis erhalten hat, bei der arbeit zur bewahrung der artenvielfalt auf ihrer ökofarm am fusse des himalaja und ihrem kampf gegen MONSANTO, COCA COLA und die WTO. diese transnationalen unternehmen versuchen über den kauf von patentrechten, zunehmenden einfluss auf die indische landwirtschaft zu bekommen. VANDANA SHIVA ist indiens prominenteste aktivistin gegen die patentierung von saatgut, eine geschäftspraxis, die SHIVA als 'BIOPIRATERIE' bezeichnet.

ZITAT"Diese Unternehmen betreiben keine Innovation, sie stehlen nur von der Natur oder dem Wissen alter Kulturen", sagt Shiva. "Das Leben, egal ob es eine Pflanze, eine Zelle oder ein Tier ist, ist aber keine patentierbare Erfindung."

in den vergangenen 20 jahren hat SHIVA mit ihrer organisation NAVDANYA in 13 indischen bundesstaaten über 30 saatgut-kooperativen als unterstützung für die bauern und die natur gegründet und wirken damit einer entwicklung entgegen, der die grossen konzerne, ginge es allein nach ihnen priorität einräumen würden.

ZITAT aus der REZENSION des Buches 'ZWISCHEN WIDERSTAND UND VERZWEIFLUNG' Indische Stimmen gegen die Globalisierung von GERHARD KLAS: "Die Bauern, die früher vor allem für den eigenen Bedarf produzierten, bauen heute hauptsächlich solche Feldfrüchte an, die Bargeld auf dem internationalen Markt einbringen können; gute Lebensmittel für die Familien bleiben dabei auf der Strecke. Zum Anbau der kommerziellen Kulturen, benötigen die Bauern, so Ramisetti, spezielles Saatgut, Pestizide und Kunstdünger, alles Güter, die viel kosten und für deren Finanzierung sie Kredite aufnehmen müssen. Die multinationalen Konzerne machen so Gewinne, während die Bauern aufgrund schlechter Ernten oder wegen niedriger Weltmarktspreise immer tiefer in die Schuldenfalle geraten. Deshalb, sagt Ramisetti, suchen die meisten Bauern nun nicht nur nach alternativen Produktionsmethoden, wie den Anbau von Baumwolle ohne künstliche Pestizide und Düngemittel, sondern beginnen auch ihren Protest gegen die Konzerne zu formulieren. Der Widerstand der Bauern gegen Agrobusiness, das wird in Klas Buch deutlich, artikuliert sich in ihrer Hinwendung zu Nachhaltigkeit, ökologischer Vielfalt und Selbstversorgung sowie in ihrer gleichzeitigen Abwendung von Exportorientierung, Biotechnologie und Genmanipulation."


die mittlerweile über 70.000 mitglieder umfassende organisation hat heute wieder zugriff aus mehr als 2000 alte reis- und über 30 getreidesorten. auch im streit um die rückgängigmachung von patentierungen sind sie erfolgreich.

SHIVA erzählt im film davon, dass sie basmati und neem zurückbekommen hätten und mittlerweile auch die patentierung einer alten, sehr seltenen und zu ihrem anbau wenig wasser benötigenden getreidesorte zurückgegeben werden musste.


ZITAT WOLFGANG HARRER "Demokratie ist für Shiva keine politische Theorie, sondern ein Lebensstil, der ihrer Ansicht nach auf zwei simplen Prinzipien beruht: Erstens bedeutet Demokratie mehr, als nur alle vier Jahre wählen zu gehen. Zweitens ist Demokratie die "Demokratie allen Lebens" und beeinhaltet damit auch den Schutz der Artenvielfalt auf der Erde."


wenn ich richtig informiert bin, wird die beeindruckende dokumentation am 7.juni auf phoenix nochmal gezeigt.

sie endet mit dem satz: WIR WERDEN DIE ERDE BEFREIEN UND UNSERE FREIHEIT ZURÜCK EROBERN.

Sonntag, 1. April 2007

april, april .....

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde heute morgen in der außerordentlichen Kabinettssitzung nicht nur die Sonderabgabe von 490 Euro zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit beschlossen (der BLOGSDORFER ANZEIGER berichtete), sondern auch eine Erklärung zur Ergänzung des Antiterrorgesetzes veröffentlicht. Darin verständigten sich Bundeskanzlerin Merkel, Innenminister Schäuble und Ursula von der Leyen darauf, in Zukunft stärker als bisher, gemeinsam gegen bislang unbeachtete Lücken und rechtliche Grauzonen in der Terrorbekämpfung vorzugehen. Um sie zu schließen, hatte von der Leyen vorgeschlagen, den Datenbestand der im Dezember beschlossenen Antiterrordatei, deren "Freischaltung" am Freitag erfolgt ist, zu ergänzen. Internen Gerüchten zufolge willigte Innenminister Schäuble nach heftigen Diskussionen dazu ein, in den Datenaustausch zwischen Geheimdiensten und Polizei, in Zukunft auch Daten des Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einzubeziehen. Die derzeit in der Datei gespeicherten 15.000 Datensätze zu 13.000 Personen wären tatsächlich vollkommen unzureichend. Bislang werde nur ein kleiner Teil der aus Deutschland stammenden "Gefährder" erfasst. Dabei lauere die Terrorgefahr, wie mittlerweile allgemein bekannt sein dürfte, schon längst nicht mehr nur im Ausland: "Gesicherten Erkenntnissen zufolge, müsse man davon ausgehen, dass die Familie als 'kleinste Terrorzelle' bisher viel zu wenig Beachtung gefunden hätte", so Schäuble heute mittag. Rückendeckung erhielt er dabei durch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in diesem Zusammenhang darauf hin wies, dass ausgehend von den Begriffen familiärer Bindung und Bindungsgewalt die Ursachen und Merkmale von Fanatismus, Faschismus und Terrorismus bislang viel zu wenig berücksichtig worden wären. Ministerin von der Leyen zeigte sich drei Tage vor dem "Krippengipfel" von Bund und Ländern höchst erfreut darüber, dass neben finanziellen Aspekten nun endlich Sachargumente die Diskussionen bestimmen würden und betonte die Wichtigkeit der Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Helm Stierlin, der seit Jahren von anwachsendem "Familienterrorismus und der Diktatur in Familien" spricht. Gemeinsam kamen die Mitglieder des Kabinetts überein, dass bei der Reform Deutschlands in ein familienfreundliches Musterland nicht nur finanzielle Maßnahmen berücksichtigt werden sollten. "Ohne Veränderung des "geistigen Klimas", ohne "Besinnung auf moralische Werte" wird uns kein Reformzuwachs gelingen", so die Bundeskanzlerin. Deswegen wäre es unerlässlich, die gemeinsamen psychologischen Wurzeln von Terrorismus und Faschismus nicht nur zu benennen, sondern mit vereinten Kräften dagegen vorzugehen. Nur so könne verhindert werden, dass sich aus egoistischen und narzisstischen Rebellen in Strampelhosen oder skrupellosen und kriminellen Tyrannen in Turnschuhen antisoziale Netzwerke oder deutschlandweit agierende Clans entwickeln, die den Fortbestand unserer Demokratie gefährden. Nur durch die Aufnahme "erweiterter Grunddaten" in die Antiterrordatei, beispielsweise die Erfassung körperlicher und seelischer Gewalthandlungen auch und gerade in Familien, könne der Erhalt der demokratischen Grundstrukturen unserer Gesellschaft gesichert werden und Macht-, Retter- und Erlöserphantasien, wie sie für Terroristen typisch sind, dauerhaft begegnet werden. Schäuble zufolge sollen diese Daten in den nächsten Monaten eingespeist und in einem besonders gesicherten "Verschlusssachen-Netz" ausgetauscht werden. "Die Anwendung von Gewalt ist eine Frage der Kulturentwicklung", betonte die Bundeskanzlerin. Mit dieser Antiterrordatei schaffen wir ein einmaliges Instrumentarium zur Bekämpfung von Gewalt. Schäuble sprach von einer "optimalen Lösung", die sowohl den Informationsbedürfnissen der beteiligten Behörden als auch den Erfordernissen des Datenschutzes gerecht werde.

Montag, 5. März 2007

bunt sind schon die wände (7)....

Donnerstag, 15. Februar 2007

ein brisanter cocktail......



über das gedicht GIB ALARM von HEINRICH BÖLL bin ich wieder an die neuesten meldungen zum 'braunen bodensatz' unserer gesellschaft erinnert worden. der schoss ist fruchtbar und deswegen verwundert es mich auch nicht, wenn vor kurzem bei einer befragung von 10 000 bundesbürgern durch die universität bielefeld als ergebnis festgestellt wurde, dass in westdeutschland 46% und in ostdeutschland sogar 60% fremdenfeindlich eingestellt sind. das heisst JEDER ZWEITE IST LATENT RASSISTISCH -eine m.e. ungeheuerlich grosse zahl.

laut netzzeitung sind menschen, die immer noch oder wieder glauben, dass bei hitler alles besser gewesen wäre bzw. dem 3.reich immer noch was gutes abgewinnen können und menschen, die ausländer ablehnen, menschen also, die in wirtschaftlich schwierigen zeiten vermehrt auf alte denkmuster zurückgreifen ein guter «Resonanzboden» für rechtsextremisten, die die gunst der stunde zu nutzen verstehen und mittlerweile längst in schlipps und kragen daherkommen und dadurch ihrerseits evtl. vorhandene berührungsängste abbauen. netzzeitung: "'Scheinbar entpolitisiert dringen sie in den Alltag der Menschen ein', beschreibt Hülsemann die Strategie der Rechtsextremen."

ein brisanter cocktail.

der bielefelder wissenschaftler WILHELM HEITMEYER diagnostiziert in seiner neuesten studie über die ursachen von menschenfeindlichkeit in deutschland gar "eine zunehmende 'gesellschaftliche Verstörung'' :

"Seit dem Beginn der Erhebungen vor vier Jahren sind die Ängste um die eigene soziale Situation deutlich angestiegen, ebenso wie das Gefühl politischer Einflusslosigkeit. Die Parole "Mehr Freiheit wagen" habe solche Ängste sogar forciert, weil deren Ergebnisse "angstbesetzt" seien. Diese Angst verbindet sich mit einer drastisch gestiegenen Orientierungslosigkeit darüber, was zu tun ist (ca. 63%), wo man steht (ca. 64%). Dies gilt inzwischen auch in den zahlenmäßig breiten mittleren Lagen, also in der sozialen und politischen Mitte der Gesellschaft. Insbesondere soziale Desintegration als Abstiegsängste und Orientierungslosigkeit hätten zur Folge, dass das Potential für rechtspopulistische Propaganda gegen Fremde, Juden und für härtere Bestrafungen etc. von 2002 mit 20% auf 26% in 2005 angestiegen sei. Das Fazit der Wissenschaftler: Das Auseinanderdriften von ökonomischer Entwicklung und gesellschaftlicher Integration hat sozial zerstörerische Folgen. Das machtlose Verzagen gegenüber den Starken in der Gesellschaft sei verbunden mit Artikulation der Ungleichwertigkeit gegenüber Schwachen, wie z.B. Fremde, Muslime, Homosexuelle, Obdachlose, Juden. Insbesondere die konkurrenzorientierte Fremdenfeindlichkeit und das Einfordern von Etabliertenvorrechten steige seit 2002 an........."


prost!

Sonntag, 4. Februar 2007

uschi vs. alice.....

wahrscheinlich ist das buch besser als der film..... ok. ich hab weder das buch gelesen, noch den film gesehen - eigentlich müsste ich die klappe halten....

aber man hört und liest momentan ja ziemlich viel über die 'GALLIONSFIGUR DES WILDEN LEBENS'.



HARALD JÄHNER: "Uschi Obermaier blieb im Gedächtnis, weil sie das missing link war zwischen den Revoluzzern und den Spießern."

ich war 1968 zehn jahre alt und wohnte auf'm dorf und hatte dort weiss gott andere probleme. meine mutter hatte meinem vater damals gerade, seinen worten zufolge‚ ihre loyalität’ aufgekündigt, weil sie, um die wäsche unseres 10-personen-haushaltes zu waschen, ohne sein einverständnis eine waschmaschine gekauft hatte.

USCHI OBERMAIER hat mich noch nie sonderlich interessiert. für mich war z.b. ULRIKE MEINHOF immer sehr viel interessanter. ob sich die frauen mit der hauptsächlich von männern ausgerufenen devise 'wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum establishment', die gegen die sexualmoral der spiesser gerichtet war und sexuelle befreiung propagieren sollte, selbst etwas gutes getan haben, wage ich zu bezweifeln. schliesslich kommt es beim sex nicht auf die quantität sondern auf die qualität an....



…wie hab ich es mal auf den punkt gebracht: "...das bisschen ‚ficken’ macht die wangen auch nicht rot, sagte ER, während SIE neben ihm verglühte!"…..

UTE VORKOEPER hat sich in der ZEIT gedanken darüber gemacht, warum spiessigkeit damals und heute nicht nur in der männerwelt zu finden ist:

"Viele Frauen mussten Ende der Sechziger erstmal durch viele Betten gehen, ehe sie begriffen, was los war. Der Revolutionär prahlte: „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“, nuschelte Zustimmung zur Gleichberechtigung und wollte freie Liebe. Die Spezies des lockeren Weibes gab es immer. Doch innerhalb der alten Ordnung ging es korrekt zu: Die Freudenmädchen mussten bezahlt werden. Es sei denn, es war ein „leichtes Mädchen“ – die zu allen Zeiten gefürchtete andere und größte Versuchung des braven Mannes. Was in den Kommunen um 1968 fiel, war die Verpflichtung zur Bezahlung. Brauchbare Modelle zur Teilung von Freiheit und Verantwortung entwickelten sich nicht. Feministinnen erkannten das bald, ließen sich die Körperhaare wachsen und zogen lila Latzhosen an. Sie waren weder brav noch schön, weder gezügelt noch wild, sondern redeten unaufgefordert und lebten oft ganz männerfrei. Dafür wurden sie von Spießern wie Anti-Spießern und Spießerfrauen gleichermaßen gehasst. Die Fronten verhärteten sich und den Spießern aller Couleur stand plötzlich ein weibliches Pendant gegenüber: die Emanze."



und die EMANZE DER EMANZEN ALICE SCHWARZER hat bereits 1975 im vorwort ihres buches 'DER KLEINE UNTERSCHIED...' die GROSSEN FOLGEN der SEXWELLE beschrieben. Sie hatte dazu zahlreiche gespräche mit frauen geführt und dabei den eindruck gewonnen hatte, dass "zwei Drittel aller Frauen akut oder zeitweise „frigide“ sind, genauer: frigide gemacht worden sind. Die Schätzungen der Sexualwissenschaft sind trotz Tabuisierung des Themas und großer Dunkelziffer nicht weit davon entfernt. Experten vermuten, dass jede dritte oder zweite Frau akut frigide ist und fast alle Frauen massive Schwierigkeiten in der Sexualität kennen."

die folgen der 68er heute:


uschi lässt männerherzen

noch immer höher schlagen,

alice erzeugt brechreiz......


und 'beziehungsarbeit' ist, falls sie überhaupt noch stattfindet, meistens immer noch 'frauensache'.



'beziehungsarbeit' ist, falls sie überhaupt noch stattfindet, lt. assoziationsblaster "ein esoterisch verklemmtes ersatzwort für sex" und meistens noch immer 'frauensache'. deswegen gehört m.e. auch der soziale dienstleistungsbereich noch immer zum gesellschaftlich gering- bzw. schlechter bezahlten sektor der erwerbsarbeit.

frauen stellen mit einem anteil von 43% einen nicht unbeträchtlichen teil an den gesamterwerbstätigen. dabei sind frauen lt. bericht des BMFSFJ von 2001 "in steigendem Maße in Teilzeit beschäftigt, aber relativ weniger in Vollzeit. Ihre Teilzeitquote beträgt 42 % im Westen, 23 % im Osten Deutschlands. Teilzeitbeschäftigung von Männern spielt mit unter 5% nach wie vor eine marginale Rolle."

dass sich daran auch 2003 noch nicht allzuviel geändert hat, zeigt ein bericht des STATISTISCHE BUNDESAMTES von 2003:

das STATISTISCHE BUNDESAMT stellt darin fest, "dass Männer von ihrer gesamten wöchentlichen Arbeitszeit3 (42 Stunden) mehr für bezahlte Arbeit aufwenden (22,5 Stunden), als für unbezahlte Arbeit (19,5 Stunden). Frauen hingegen verwenden von ihrer ohnehin schon höheren Wochenarbeitszeit von 43 Stunden den größten Teil für unbezahlte Arbeit (31 Stunden) und gehen nur 12 Stunden einer bezahlten Arbeit nach. ..... Die Frauenanteile sind im Dienstleistungsbereich stetig gestiegen, während sie in den übrigen Wirtschaftsbereichen abnahmen. Frauen arbeiten überwiegend in den primären Dienstleistungsberufen und in Büroberufen, d.h. in Bereichen mit teilweise stagnierenden oder rückläufigen Beschäftigungsperspektiven. ..... Zwischen Frauen und Männern gibt es nach wie vor große Einkommensunterschiede. Das durchschnittliche Einkommen von Frauen mit Vollzeittätigkeit liegt erheblich unter dem der Männer. So erreichte 1997 in Westdeutschland eine abhängig beschäftigte Frau durchschnittlich knapp 75 % des Jahresbruttoeinkommens eines Mannes, in Ostdeutschland knapp 94 %. In der zeitlichen Betrachtung ist für West- und Ostdeutschland eine leichte Annäherung der durchschnittlichen Vollzeit-Verdienste der Frauen an die durchschnittlichen Vollzeit-Verdienste der Männer festzustellen. Der Einkommensabstand verringerte sich im Westen im Zeitraum von 20 Jahren zwischen 1977 und 1997 um lediglich 2,8 Prozentpunkte, im Osten in den 90er Jahren um 1,9 Prozentpunkte....." (Statistisches Bundesamt 2003b, seite 9).

dass 'sex' nicht immer sellt, lässt sich mittlerweile immerhin in einem GENDER-DATENREPORT nachlesen, den es vielleicht ohne die forderungen der 'emanzen' und der 68-er-bewegung gar nicht gäbe.

"Zwischen 1997 und 2002 verschlechterten sich in den ostdeutschen Bundesländern allerdings auch im Produzierenden Gewerbe die Verdienstrelationen für Frauen (Tabelle A 3.6). Nur im westdeutschen Dienstleistungssektor gewannen Frauen zwischen 1997 und 2002 Verdienstanteile dazu. Sie erreichen hier 2002 im Schnitt nun 77,5 Prozent der Männerverdienste. In Ostdeutschland erreichten Frauen im Dienstleistungssektor konstant 92 Prozent des männlichen Verdienstes (Tabelle A 3.6). Für den Erhalt des erreichten Gleichstellungsniveaus in Ostdeutschland ist dies von zentraler Bedeutung, da auch im Osten Deutschlands die übergroße Mehrheit der erwerbstätigen Frauen im Dienstleistungssektor arbeitet.[93] Trotz der von Frauen in Ostdeutschland erzielten Verdienstanteile von über 90 Prozent der Männereinkommen, reichten Frauen im Osten auch im Dienstleistungsbereich mit ihren Einkommensbeträgen nicht an die Einkommen von Frauen im Westen heran und müssen sich mit weit weniger Einkommen zufrieden geben als die Männer im Westen (Tabelle A 3.6). Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konzentrieren sich innerhalb der großen Wirtschaftssektoren in je spezifischen Wirtschaftszweigen. Wegen dieser Konzentration werden diese Branchen dann als "Frauen- bzw. Männerdomänen" bezeichnet. Tabelle A 3.7 zeigt für das Produzierende Gewerbe, dass weibliche Beschäftigte in jenen Branchen überrepräsentiert sind, in denen sehr schlecht verdient wird, so im Textil-, Leder- und Bekleidungsgewerbe. Männer dominieren dagegen vielfach in jenen Branchen, in denen sehr gut verdient wird, so in den Wirtschaftszweigen Kokerei/Mineralölverarbeitung, Fahrzeugbau sowie Energie- und Wasserversorgung. Die Aufteilung des Arbeitsmarktes in "Frauendomänen" und "Männerdomänen" kann also zur Erklärung der niedrigen Einkommen von Frauen beitragen."

dass sich unsere neoliberalen gesellschaftsverhältnisse - mit ihrem "PHANTASMA der kommenden Dienstleistungsgesellschaft" - "die Vorstellung von der kommenden Dienstleistungsgesellschaft wird bislang von keiner politischen Kraft als neoliberale Fiktion verworfen" - 40 jahre nach '68' allerdings wieder an für längst überholt gehaltene spiesserzeiten annähern, sollte nicht nur mir als frau zu denken geben.



zur weiteren erbauung: ein auf ZEIT online veröffentlichtes video von JENS JESSEN

Samstag, 3. Februar 2007

panzerfahren als lifestyle ......

mutti fährt panzer, papi fährt panzer...... modern life ist gefährlich und mit dem panzer durch die gegend zu fahren ist modern - panzerfahren gehört zum lifestyle!

auto-reporter: "Mit 293 832 neuen Pkw stieg die Zahl der Zulassungen im Oktober in Deutschland um 1,4 Prozent. Im Jahr 2006 wurden bisher 2,84 Millionen Pkw neu in den Verkehr gebracht, das sind rund 30 000 Einheiten über Vorjahresniveau...... Vans (+ 17 %) und Geländewagen (+ 13 %) stehen laut KBA weiterhin hoch im Kurs."

papi und mami fahren mit ihrem panzer - immerhin 6-8 plätze für meistens höchstens 4 personen, also jede menge stauraum - zum bioladen, um umweltbewusst und gesund für sich und ihren nachwuchs einzukaufen. der rentner herr p. ist passionierter angler und holt am späten vormittag, nachdem er den ganzen morgen am weiher zugebracht hat, seine frau zuhause ab, um mit ihr in den 10 km entfernten, etwas ländlich gelegenen schrebergarten zum grillen zu fahren. er war früher mal fernfahrer und möchte um nichts auf der welt darauf verzichten, von seinem 'bock' aus den überblick über das verkehrsgeschehen zu behalten... .



würde man diesen panzerfahrern die frage stellen, ob sie sich für umweltbewusste verbraucher hielten und sich für umweltschutz engagierten (ich würde es glatt mal ausprobieren, wenn ich mehr zeit hätte), würde wahrscheinlich die mehrzahl der befragten, ohne mit der wimper zu zucken, mit ja antworten (zu sehen in einer reportage des zeitspiegel im BR). in dieser reportage gingen die journalisten sogar noch weiter: die sich selbst als für die umwelt verantwortlich fühlenden 'panzerfahrer' wurden von den sie befragenden journalisten mit dem hohen spritverbrauch und damit extremen schadstoffausstosses und den auswirkungen auf den klimaschutz konfrontiert. es war einfach nur armselig zu beobachten, mit welchen ausreden die leute kamen. panzer fahren macht sicher, panzerfahren ist verkehrstechnisch sicher und umwelttechnisch todsicher!



egal ob mit kind, kegel oder surfbrett bestückt, ob man selbst fährt oder sich vom chauffeur kutschieren lässt - wenn ich mich auf unseren strassen so umsehe, komme ich auf den gedanken, dass wir im krieg leben.

zugegebenermassen habe ich als radfahrerin da natürlich auch eine etwas eingeschränkte perspektive. klar, dass es mir nicht gefällt oder sogar angst macht, wenn ich von so einem schlachtschiff an den strassenrand gedrängt, oder weil gerade gegenverkehr herrscht, den berg hinauf gejagt werde. als immerhin 'auch-entschuldigung-noch-verkehrsteilnehmerin' weiche ich in den fällen, in denen es möglich ist, auch wenn ich damit gegen die strassenverkehrsordnung verstosse, auf den bürgersteig aus. ich flüchte laut fluchend!



selbst Die Welt am Sonntag schrieb am 26.2.2006 in einem beitrag unter dem titel: "Auf der Buckelpiste wird es langsam eng ", dass die strassen in deutschland zwar nicht besser würden, aber die schlaglöcher wohl kaum "eine befriedigende Erklärung für die seit Jahren wachsende Zahl von Geländewagen" sein könnten. und weiter: "Eine Erklärung für den Erfolg der Geländewagen fällt auch Marktbeobachtern schwer. "Diese Fahrzeuge ermöglichen dem Käufer eine Differenzierung von der Masse der anderen Autofahrer", sagt CSM-Analyst Henner Lehne. Sein Kollege Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen sagt: "Autos sind emotionale Produkte. Die Käufer wollen nicht Blech und Gummi, sondern Emotionen. Und die lassen sich beim SUV trotz hoher Treibstoffkosten realisieren."

alle 5 jahre wird er veröffentlicht, der klimabericht der UN. und mit der veröffentlichung des neuen berichts steht jetzt gegen jeden zweifel und alle zweifler fest, dass wir bereits mitten in einem vom menschen verursachten klimawandel stecken. zu den harten facts gehört, dass sich die erderwärmung weitaus schneller vollzieht als vor jahren berechnet . fest steht auch, dass der anteil an CO², der sich heute in der atmosphäre befindet, höher ist, als in den letzten 650.000 jahren. ausserdem hat sich die erde bereits in den letzten 100 jahren um 0.74° erwärmt - und zwar eindeutig durch menschliches zutun. ein weiterer temperaturanstieg auf 1,3° ist nicht mehr zu verhindern. alles, was momentan noch möglich ist, ist der versuch die globale temperaturerwärmung auf 2 grad zu begrenzen.

aber dazu sind enorme anstrengungen bei der reduktion des individualverkehrs und bei der umsetzung von energiesparmassnahmen nötig - und, was dazu kommt, es bleibt nicht mehr viel zeit. konkret müssten die CO²-emissionen bis zur mitte des jahrhunderts um 50 % reduziert werden.

das lässt die panzer-hersteller und panzerfahrer scheinbar kalt.



ZITAT:"Die europäischen Autohersteller erfüllen derzeit die selbst gesetzten Klimaschutzziele nicht. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen im Auftrag des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 3/2007, EVT 18. Januar) durchführte. Die Mitglieder des europäischen Autoherstellerverbands ACEA verpflichteten sich im Jahre 1995, dass Neuwagen 2008 im Schnitt weniger als 140 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer ausstoßen. Zuletzt lagen die Emissionen bei 161 Gramm. "Das Ziel ist in diesem Jahr nicht mehr zu erreichen", sagt Dudenhöffer gegenüber 'Capital'. "Das Einsparpotenzial durch Dieselfahrzeuge ist beinahe ausgereizt, Verbesserungen in der Motorentechnologie werden durch den Trend zu höheren PS-Zahlen und mehr Gewicht wett gemacht". Nach Berechnungen des Auto-Experten liegt die Schuld für das Verfehlen der Eigenverpflichtung vor allem bei den deutschen Herstellern. So liegen die CO2-Emissionen in Europa bei den Fahrzeugen des VW-Konzerns in Schnitt bei 163, bei Daimler-Chrysler bei 184, bei BMW bei 190 und bei Porsche sogar bei knapp 300 Gramm pro Kilometer. Im Vergleich dazu stehen die Autogruppe Fiat mit Alfa-Romeo, Fiat und Lancia sowie die PSA Gruppe mit Citroën, Peugeot und Renault mit gut 150 Gramm recht gut da."

deswegen will die DEUTSCHE UMWELTHILFE mit ihrem "Sofortprogramm zur Minderung der Klimagas-Emissionen von Pkw" jetzt die politik in die pflicht nehmen. sie soll den automobilherstellern und den autofahrern und autofahrerinnen einheizen.

"Die Politik muss jetzt handeln, statt weiter zu versuchen, mit folgenlosen Absichtserklärungen Zeit zu gewinnen, bis sich die Sorgen der Bürger verflüchtigen", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch."

Eckpunktepapier der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) zur raschen Eindämmung wachsender Klimabelastungen im Straßenverkehr

Der derzeit mit zunehmender Dynamik spürbare Klimawandel fordert eine Entwicklung hin zu sauberen und gleichzeitig sparsameren Pkw. Leider hat die deutsche Autolobby immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt und kämpft verbissen gegen jegliche Begrenzung des Klimagases CO2. Dabei handelt sie gegen ihre eigenen Zukunftschancen: Denn langfristig werden die deutschen Autobauer ihre Position auf den internationalen Märkten nur halten können, wenn sie saubere, sparsame und zuverlässige Autos produzieren, die die Welt unter den Bedingungen des Klimawandels braucht.

Die Deutsche Umwelthilfe e. V. fordert die Bundesregierung deshalb auf, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

- Einführung verbindlicher CO2-Grenzwerte für alle in Europa ab 2008 neu zugelassenen Pkw.

- Abschaffung der steuerlichen Abzugsfähigkeit beim Kauf dienstlich genutzter Pkw-Neuwagen mit einem CO2-Ausstoß oberhalb der CO²-Zielwerte der EU, d.h. 140g CO²/km (bis 2011) bzw. 120g CO²/km (ab 2012).

- Verbindliche Vorgaben im öffentlichen Beschaffungswesen zur Einhaltung der CO²-Zielwerte der EU bei Nuanschaffungen von Pkw, wonach Pkw-Neuwagen mit einem CO²-Ausstoß oberhalb der CO²-Zielwerte der EU, d.h. 140g CO²/km (bis 2011) bzw. 120g CO²/km (ab 2012) nicht mehr angeschafft werden dürfen.

- Einführung einer CO²-abhängigen Kfz-Steuer für Pkw (wie bereits im Koalitionsvertrag angekündigt). Die neue Kfz-Steuer, die die bisherige hubraumabhängige Steuer ablöst, muss gleichzeitig besonders abgasarme, saubere Pkw besser stellen (derzeit Hybridfahrzeuge sowie Diesel-Pkw, die bereits die strengsten japanischen und amerikanischen Abgasstandards bei Partikeln und NOx erfüllen).

- Umstellung der unzureichenden und verbraucherfeindlichen Energiekennzeichnung beim Neuwagenkauf in Anlehnung an die Regelung bei Elektrogroßgeräten ("weiße Ware"), wie dies in Belgien, den Niederlanden oder der Schweiz bereits geschieht. Die künftige Regelung soll dem Verbraucher den unmittelbaren Vergleich der Fahrzeuge ermöglichen. Sie soll darüber hinaus den Kraftstoffmehrverbrauch im Vergleich zum sparsamsten Pkw - ausgedrückt in Euro - und über eine angenommene Gesamtnutzungsdauer darstellen.

- Schnelle Verabschiedung der EU-Initiative zur korrekten und vollständigen Angabe des CO²-Ausstoßes, die sowohl alle verbauten Energieverbraucher wie Klimaanlage, Radio etc. berücksichtigt als auch den realen Fahrbetrieb abbildet sowie rasche Umsetzung in nationales Recht.

- Überwachung und gegebenenfalls Strafverfolgung von Manipulationen der Automobilhersteller an der Motoren- /Abgassteuerung, die zu sprunghaft erhöhten Spritverbräuchen und Abgaswerten außerhalb des "EU-Prüfzyklus" führen. (Derartige Manipulationen, die Angabe falscher Verbrauchswerte und Tricksereien bei der Typenzulassung - z.B. Ausstattung des Prüffahrzeugs mit rollwiderstandsärmeren Reifen als das Serienmodell - sind den Behörden bekannt, werden jedoch bisher nicht verfolgt).

- Anpassung der Höchstgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen entsprechend dem EU-Durchschnitt. Angestrebt wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung wie sie in allen zivilisierten Ländern der Welt seit langem üblich ist.

- Verbindliche Festlegung einer fahrzeugseitig einheitlichen maximalen Geschwindigkeit über die Motorsoftware mindestens auf den in Japan geltenden Grenzwert von 190 km/h. Dies würde gegenüber den derzeit zulässigen und praktisch möglichen Höchstgeschwindigkeiten von über 400 km/h auf deutschen Straßen mehr als eine Halbierung bedeuten. Selbst Kleinwagen wie der Opel Corsa und VW Polo erreichen heute 225 km/h, der 1er BMW erreicht per Software Tuning 260 km/h, wird aber werksseitig bei 250 km/h "abgeregelt". VW hat derzeit sechs Serien-Pkw mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h im Angebot, der max. Verbrauch des 407 km/h schnellen VW-Bugatti Veyron beträgt bei Vollgas 100 l/100km.

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