eingewanderte wörter....
die eigene sprache ist wichtig im umgang miteinander. sprache ist sozialisationsfaktor, bildungs- und besonders in der begegnung mit menschen aus anderen sprachräumen, integrationsfaktor. sprache lebt und verändert sich mit den menschen. wörter, die irgendwo auswandern, wandern woanders wieder ein. in deutschland zum beispiel.
Einwanderung von Fritz Wolf
ohne die eingewanderten wörter wäre die deutsche sprache um vieles ärmer. die ursprünge der heutigen 'deutschen' sprache kommen aus ganz unterschiedlichen kulturen. sie kommen mit den menschen, die dinge und ideen mitbringen. die 'zwetschge' z.b. kam lt. wikipedia vermutlich aus arabien zu uns. damals gab es in unserem sprachraum weder zwetschgen noch das passende wort für die frucht. und nicht nur asterix-leser wissen, dass die römer unseren wortschatz mit lateinischen wörtern bereicherten. franzosen, italiener, juden, ungarn, polen usw. folgten. hier nur ein winzig kleiner blick auf ins deutsche eingewanderte wörter: aus dem französischen: canaille, courage, faible, leger, pressieren, rage, trottoir. aus dem italienischen: lamentieren von lamento wehklage, spintisieren von spinta auftrieb, stoss, techtelmechtel von teco-meco. aus dem tschechischen: strizzi von stryci onkel. aus dem ungarischen: tolpatsch von talpas fussgänger, tschako von csako hut. aus dem arabischen, neben der pflaume: algebra, alkohol, amalgam, benzin, bohnen, cafe, chemie, jacke, matratze, simsalabim, sofa. der sprachwissenschaftler Hans Peter Althaus hat laut Goethe-Institut 1100 wörter jüdischen ursprungs in einem 'Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft' zusammengetragen. dort finden sich z.b. belämmert von bli emor ohne sprache, einseifen von sewel dreck, kluft von chilluf, koscher von koscher rein, masel von masal glück, mauscheln von maschal beispiel gleichnis, malocher, meschugge von meschugah verrückt, moos von maot geld/münze, mumpitz von mum fehler, gebrechen, pleite von pletja flucht, sandler von zandik tagedieb, schachern von sachor handeln, schlamassel von schelo-masal, schmiere von schmirah bewachung, schnorrer, stuss von stu/stut unsinn, tacheles von tahor rein, tohuwabohu von tohu wüst wa und bohu leer. jede liste liesse sich um ein vielfaches an beispielen ergänzen und v.a.d. durch die, in den letzten 50 jahren hinzugekommener wörter aus dem türkischen, russischen und nicht zu vergessen, dem englischen sprachraum erweitern. trotzdem gibt und gab es immer leute, die meinen, dass sie vor einer 'überfremdung und einem verfall der sprache' warnen müssten. wer nicht den gleichen 'slang' hat, wird argwöhnisch beäugt, als fremder wahrgenommen, zur subkultur abgestempelt. nicht selten wird jemand ausgegrenzt, weil die verständigung schwierig ist. doch verständigung braucht zeit und austausch - und zwar von beiden seiten. manchmal kann kulturelle verständigung jahre und jahrzehnte dauern. manchmal bleiben sprachliche eigenheiten für immer bestehen. dann wiederum fallen sie paradoxerweise unter 'brauchtumspflege' und werden als DIALEKT als eigenheit geschätzt und akzeptiert.
Zitat: Dr. Klaus Hübner:"Kennzeichen einer 'Mischsprache' sind in der Regel eine im Vergleich zur jeweiligen Muttersprache ihrer Sprecher deutlich reduzierte grammatische Struktur (Flexionsverlust, syntaktische Vereinfachungen, Reduktion des Tempus- und Modussystems), ein stark eingeschränkter Wortschatz, geringere Stilmittel (Tendenz zu Umschreibungen und Metaphern) und ein vereinfachtes phonologisches System."
very strange....do koscht blos schtauna....

Einwanderung von Fritz Wolf
ohne die eingewanderten wörter wäre die deutsche sprache um vieles ärmer. die ursprünge der heutigen 'deutschen' sprache kommen aus ganz unterschiedlichen kulturen. sie kommen mit den menschen, die dinge und ideen mitbringen. die 'zwetschge' z.b. kam lt. wikipedia vermutlich aus arabien zu uns. damals gab es in unserem sprachraum weder zwetschgen noch das passende wort für die frucht. und nicht nur asterix-leser wissen, dass die römer unseren wortschatz mit lateinischen wörtern bereicherten. franzosen, italiener, juden, ungarn, polen usw. folgten. hier nur ein winzig kleiner blick auf ins deutsche eingewanderte wörter: aus dem französischen: canaille, courage, faible, leger, pressieren, rage, trottoir. aus dem italienischen: lamentieren von lamento wehklage, spintisieren von spinta auftrieb, stoss, techtelmechtel von teco-meco. aus dem tschechischen: strizzi von stryci onkel. aus dem ungarischen: tolpatsch von talpas fussgänger, tschako von csako hut. aus dem arabischen, neben der pflaume: algebra, alkohol, amalgam, benzin, bohnen, cafe, chemie, jacke, matratze, simsalabim, sofa. der sprachwissenschaftler Hans Peter Althaus hat laut Goethe-Institut 1100 wörter jüdischen ursprungs in einem 'Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft' zusammengetragen. dort finden sich z.b. belämmert von bli emor ohne sprache, einseifen von sewel dreck, kluft von chilluf, koscher von koscher rein, masel von masal glück, mauscheln von maschal beispiel gleichnis, malocher, meschugge von meschugah verrückt, moos von maot geld/münze, mumpitz von mum fehler, gebrechen, pleite von pletja flucht, sandler von zandik tagedieb, schachern von sachor handeln, schlamassel von schelo-masal, schmiere von schmirah bewachung, schnorrer, stuss von stu/stut unsinn, tacheles von tahor rein, tohuwabohu von tohu wüst wa und bohu leer. jede liste liesse sich um ein vielfaches an beispielen ergänzen und v.a.d. durch die, in den letzten 50 jahren hinzugekommener wörter aus dem türkischen, russischen und nicht zu vergessen, dem englischen sprachraum erweitern. trotzdem gibt und gab es immer leute, die meinen, dass sie vor einer 'überfremdung und einem verfall der sprache' warnen müssten. wer nicht den gleichen 'slang' hat, wird argwöhnisch beäugt, als fremder wahrgenommen, zur subkultur abgestempelt. nicht selten wird jemand ausgegrenzt, weil die verständigung schwierig ist. doch verständigung braucht zeit und austausch - und zwar von beiden seiten. manchmal kann kulturelle verständigung jahre und jahrzehnte dauern. manchmal bleiben sprachliche eigenheiten für immer bestehen. dann wiederum fallen sie paradoxerweise unter 'brauchtumspflege' und werden als DIALEKT als eigenheit geschätzt und akzeptiert.
Zitat: Dr. Klaus Hübner:"Kennzeichen einer 'Mischsprache' sind in der Regel eine im Vergleich zur jeweiligen Muttersprache ihrer Sprecher deutlich reduzierte grammatische Struktur (Flexionsverlust, syntaktische Vereinfachungen, Reduktion des Tempus- und Modussystems), ein stark eingeschränkter Wortschatz, geringere Stilmittel (Tendenz zu Umschreibungen und Metaphern) und ein vereinfachtes phonologisches System."
very strange....do koscht blos schtauna....
wildwuchs - 13. Jul, 22:33